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23. - 28. JULI 2018 - HJØRRING - DÄNEMARK

Neuesten Nachrichten

serveringFortunaartikle

 Ungewöhnliche Hilfe

 Während des heutigen Mittagessens ist es einigen vielleicht aufgefallen, dass die Servierkräfte etwas jünger waren als sonst. Bei diesen Hilfskräften handelt es sich zwar um Spielerinnen des Fortuna Hjørring, aber sie sind noch zu jung um selbst beim Dana Cup anzutreten.

„ Wir benötigten einfach neue Helfer, weil viele Fortuna Spielerinnen auch am Dana Cup teilnehmen. Dadurch dass sie sich am Donnerstag alle für das A - oder B-Finale qualifizieren, fehlten uns halt einige Servicekräfte, um das Essen zu servieren. Daher haben wir es so geregelt, dass die ältesten Mädchen, die aber noch nicht am Dana Cup teilnehmen können, zusammen mit ihren Eltern am Donnerstag das Mittagessen servieren und zusammenarbeiten, damit sie schon jetzt ein Gefühl entwickeln, was im nächsten Jahr beim Dana Cup auf sie zukommt", erzählt Hanne Brusgaard und fügt noch hinzu, dass wegen der supertollen Arbeit der Mädchen alles geleistet haben.

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borgmestergaveartikle

 Geschenkeregen für Bürgermeister

 Obwohl die B11-Mannschaft des Ahrensburg TSB v. 1874 leider schon in der Vorrunde ausgeschieden ist, hatten sie trotzdem ein Gastgeschenk für den Bürgermeister Hjørrings, Arne Boelt, im Gepäck.

„Die Jungs waren ja schon traurig, da sie 1:0 in Führung lagen, um dann doch mit 2:1 haarscharf an der Finalrunde vorbeizuschrammen", berichtet Trainer Oliver Zaar. Gemeinsam mit ihren Trainern Kim Erik Petersen, Oliver Zaar und Physiotherapeutin Christina Zaar ist die junge Mannschaft zum ersten Mal zum Dana Cup angereist und werden auch die restlichen Tage mit in Hjørring genießen.

Neben dem Geschenk des Fußballvereins konnte der Mannschaftskapitän dem Bürgermeister Hjørrings auch ein Geschenk des Bürgermeisters, Michael Sarach, der schleswig-holsteinischen Stadt Ahrensburg überreichen. Sichtlich erfreut über diese nette Geste, erkundigte sich der dänische Bürgermeister neben dem Turnierverlauf auch danach was die Jungs sonst so in Hjørring erlebt haben.

„ Die Jungs waren schon zwei Mal im Freizeitpark Fårup Sommerland und ein drittes Mal schaffen sie bestimmt noch, und da wir in Hirtshals untergebracht sind, wollten neben dem Adlerreservat auch noch das Nordsee Oceanarium besuchen,", erzählt Christina Zaar, die wie ihr Ehemann fließend dänisch spricht.

Als kleines Trostpflaster und Dankeschön lud Bürgermeister Arne Boelt das Team spontan zu einer besonderen Backstage-Führung im Nordsee-Ozeanarium ein, damit die Jungs das größte Aquarium Nordeuropas so richtig entdecken können.

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JoseGuimaraesJr

 Die olympische Fackel

 Wie allen bestimmt wissen, werden am Freitag d. 5. August mit der Eröffnungsfeier im Maracanã Stadium die Olympischen Sommerspiele 2016 in Rio de Janeiro in Brasilien eröffnet. Unter den vielen Teilnehmern des Dana Cup ist auch einer der Olympischen-Fackelläufer.

Am 24. Juni wurde dem Gründer des brasilianischen Fußballklubs Pequeninos do Jockey aus São Paulo, dem 82-jährigen José Guimarães Júnior, die besondere Ehre zuteil das Olympische Feuer nach Rio zu tragen. Unter den vielen Bewerbern fiel die Wahl des Nationalen Olympischen Komitees auf José Guimarães Júnior als Anerkennung seines jahrelangen sportlichen und sozialen Engagements für Kinder und Jugendliche.

Bei der Frage, wie es sich den mit der Olympischen Flamme so läuft, antwortet José Guimarães Júnior leidenschaftlich:

„ Diese Ehre war so riesig und lässt sich mit Geld nicht aufwiegen!" Obwohl er am 24. Juli erst kurz vor Turnierbeginn mit der Olympischen Fackel gelaufen ist, wollte er anschließend unbedingt zum Dana Cup, um hier seine Mannschaft zu unterstützen und angesichts seines Alters nicht weiß, ob dies seine letzte Teilnahme am Dana Cup ist.

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mashrecruitartikel

 Dana Cup sucht Medizinstudenten

 Fußball ist in höchstem Maße ein Kontaktsport, wo die Physik gefragt ist. Bei den vielen Grätschen, Kopfballduellen oder einfach durch Überanstrengung gehören Verletzungen und Schäden zur Tagesordnung, wenn es um wichtige Siege beim Dana Cup geht.

Aus diesem Grund ist die medizinische Versorgung durch Ärzte, Krankenschwestern, Medizinstudenten und Krankenpflegeauszubildende im MASH-Zelt auch ein wichtiger Teil des Services, der den Teilnehmern beim Dana Cup geboten wird. Im MASH-Zelt werden die verletzten Spieler erstversorg und ggf. zur weiteren Behandlung wie beispielsweise zum Röntgen ins Krankenhaus Vendsyssel in Hjørring gebracht. Teils wird durch diese Ordnung werden die Sportverletzungen umgehend vor Ort behandelt, anderseits das öffentliche Gesundheitssystem nicht unnötig belastet. Als weiteren Bonus können die Krankenpflegeauszubildenden und Medizinstudenten unter der Aufsicht von geschultem Personal hier direkt am Patienten klinische Erfahrungen sammeln.

„ Es wäre aber toll, wenn sich noch weitere Medizinstudenten melden würden, um im MASH-Zelt des Dana Cups eine Woche zu arbeiten", sagt medizinische Leiterin des Dana Cups, Jette Nordberg, die selbst ausgebildete Krankenschwester ist. Mit der Eröffnung der medizinischen Fakultät an der Universität in Aalborg hatte sie sich eigentlich ein stärkeres Interesse am Dana Cup erhofft.

„ In diesem Jahr sind wir nur zwei Medizinstudenten der Universität Aalborg hier", sagt Michael Bang, dem nur noch zwei Semester des Medizinstudium fehlen. Da er ursprünglich aus Hjørring stammt, war ihm Dana Cup natürlich ein Begriff als er sich schon letztes Jahr für das Praktikum im MASH-Zelt anmeldete.

„ Eins der wesentlichen Probleme ist, dass viele der Studenten an der Uni keine Ahnung haben, dass der Dana Cup existiert. An der Universität Aarhus, wo auch verstärkt Sportmedizin unterrichtet wird, gilt es als Selbstverständlichkeit in diesem Fachbereich beim Dana Cup klinische Erfahrung zu sammeln, da die Profs zu diesem Zweck auch auf den Dana Cup hinweisen", berichtet Michale Bang.

„ Ich denke, man sollte an der Universität Aalborg auch verstärkt die Sportmedizin als Fachbereich aufgreifen, und der Dana Cup sollte wiederum verstärkt Werbung unter den Studenten machen, u.a. in dem sie das Studiensekretariat mit einbeziehen, die den direkten Kontakt zu den Medizinstudenten haben", schlägt er vor.

„ Persönlich finde ich es einfach toll als Medizinstudent beim Dana Cup zu sein. Wir bekommen hier die ganze Bandbreite an Sportverletzungen von Muskelzerrung bis Schädelbasisbruch aus nächster Nähe zu Gesicht. Stets ist man hier medizinisch gefordert, und es herrscht ein einmalige Gemeinschaft unter einander, so dass wir uns sogar außerhalb unserer Dienstzeiten noch mal zusammentun", lächelt Michal Bang.

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mashskaderartikle2016

 Forschungsprojekt durch MASH-Arzt

 Bisher haben 850 Personen aufgrund von einer auf dem Spielfelder oder Freizeit zugezogenen Verletzung oder einfach krankheitsbedingt beim Dana Cup 2016 das MASH-Zelt, um sich hier versorgen zu lassen. Aber wie viele Teilnehmer werden überhaupt verletzt? Wer von den Spielern wird überhaupt verletzt? Welche Verletzungen treten wo genau am Körper auf?

Mit diesen und vielen weitere Fragen hat sich der Arzt Peter Agger von der Universitätsklinik Århus befasst, der schon seit 11 Jahren beim Dana Cup im Einsatz ist. Gemeinsam mit einer kleinen Gruppe von Kollegen hat er zu diesem Thema gerade eine kleine Forschungsarbeit veröffentlicht, deren Daten zum Dana Cup sich auf den Zeitraum von 2012 bis 2014, bzw. drei Jahre in der Geschichte des weltweit drittgrößten Jugendfußballturniers, beziehen.

„Aufgrund der Untersuchung können wir zwar einige Fakten zusammenfassen, aber wir benötigen weitaus mehr Daten um die Art und Umfang der Sportschäden im Detail erfassen zu können", sagt Peter Agger, der sich selbst eingehend mit den Datenauswertung beschäftigt hat.

„In Dänemark sind die Ärzte zur Datenhebung selbst während des Dana Cups gesetzlich verpflichtet, weshalb uns zu diesem Thema auch alle relevanten Angaben vorliegen. Da hieß es einfach sich von A nach B durcharbeiten. Aufgrund dieser Daten können wir feststellen, dass die Mädchen sich generell öfter verletzten als die Jungs. Auf alle Fälle sind die eher ins MASH-Zelt gegangen als die Jungs. Die Unterschiede in der Muskel -, Bänder - und Knochenstärke zwischen Mädchen und Jung sind wissenschaftlich belegt. Die physiologischen Unterschiede könnten vielleicht auch die unterschiedlichen Verletzungsfrequenzen zwischen Mädchen und Jungen bedingen. Es könnten aber auch kulturelle Ursachen haben, da es bewiesen ist, dass Frauen viel eher als Männer einen Arzt aufsuchen, was ja vielleicht auch bei Mädchen und Jungs zutrifft", unterstreicht Peter Agger, der auch feststellen konnte, dass zum Turnierende verstärkt Sportschäden auftreten als zu Beginn des Turniers.

„Wir wissen nicht genau warum das so ist, aber die Spieler könnten zunehmend müde sein oder aber je weiter es die Mannschaft im Wettbewerb schafft umso mehr bringen sich die Spieler ein, um hier sportlichen Erfolge zu erzielen. Letztendlich treten dann verstärkt Verletzungen auf ", vermutet der Arzt.

„ Das Forschungsprojekt läuft daher weiter, um die Daten der ersten drei Jahre weiter zu ergänzen. Selbstverständlich fließen die Erkenntnisse dieser ersten Studie direkt in die Vorbereitungen zum nächsten Turnier, um noch eine bessere und schnellere Behandlung leisten zu können. Treffen wir zum Beispiel verstärkt auf Fuß- und Knieverletzungen im Verhältnis zu Arm- und Schulterverletzungen, benötigen wir halt eher Gehhilfen als Armschlingen. Durch die fortlaufende Studie haben wir auch die Möglichkeit noch weitere sportmedizinische Aspekte mit einzubeziehen. Wir könnten uns auf spezifische Verletzungstypen konzentrieren, aber im MASH-Zelt werden nicht nur ausschließlich Sportschäden versorgt sondern alle möglichen Krankheitsbilder treten hier auf. Wenn so viele Jugendlichen auf einem relativ kleinen Gebiet gesammelt sind, kommt es vielleicht gezielt zu Krankheiten und Schäden", überlegt Peter Agger und so werden über weitere 2 bis 3 Jahren Daten ausgewertet, um den Fragen zur Art und Umfang der Verletzungen beim Fußballturnier weiter auf der Spur zu kommen.

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statuetterartikle

 Pokale warten auf die Gewinner

 Als Beweis für ihre tolle Leistung erhalten alle Mannschaften, die in ihrer Gruppe gewonnen haben, eine kleine Trophäe. Die Pokale haben ein unterschiedliches Design, denn es gibt Unterschiede zwischen den Mädchen- und Jungentrophäen.

„ Viele Teams möchten gerne jedem ihrer Spieler eine Trophäe überreichen. Auch diesen Wunsch können wir ihnen – zwar gegen einen kleinen Aufpreis – erfüllen", berichtet die Leiterin des Informationsbüro Lizzy Kærholm, die auch alle Teams aufruft sich ihre Preise im Informationsbüro abzuholen.

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 Südkoreanisches Team ohne Südkoreaner

 Die Gegner und Zuschauer haben sich sicherlich ein wenig gewundert, als das G15-Team des Rising Star aus Südkorea zum ersten Mal beim diesjährigen Dana Cup auf Spielfeld aufliefen. Im Kader des Rising Star Football Academy sind ausschließlich Spielerinnen aus Westeuropa, deren Eltern aus beruflichen Gründen über einen kürzeren oder längeren Zeitraum in Südkorea stationiert sind.

„Die Rising Star Football Academy wurde 2008 gegründet, um hier Mädchen aus der ganzen Welt eine Fußballausbildung zu ermöglichen. Dabei ist die Fußballschule sehr offen, denn alle sind hier unangesehen ihrer fußballerischen Fähigkeiten willkommen. Einige der Mädchen hatten sogar bevor sie an der Akademie anfinden noch nie richtig Fußball gespielt ", erzählt Susanne Galsøe, die schon seit einem Jahr mit ihrem Ehemann und ihren drei Kindern in Butam lebt.

Ursprünglich stammt die Familie aus dem Dorf Højne bei Hjørring. Als das Fernweh die beiden Gymnasiallehrer packte, zog es die fünfköpfige Familie nach Asien.

Dort unterrichten Susanne Galsøe und ihr Ehemann jetzt an der Internationalen Schule, BIFS, in Busan, wo die Eltern der Schüler als Spezialisten und Fachkräfte in der Regel in der Öl - und Schifffahrtsindustrie, beim Militär oder im Ausbildungssektor beschäftigt sind.

„ Unsere Kinder besuchen die BIFS und trainieren ein paar Mal in der Woche in der Rising Star Football Academy. Das gesamte Team ist voll bei der Sache. Nach dem Unterrichtsende um 16.00 Uhr gehen sie direkt zum Fußballtraining und fahren von dort aus mit dem Bus nach Hause. Für einige Spieler bedeutet dies eine anderthalbstündige Busfahrt, was wiederum zeigt wie seriös und ernst ihnen ihr Fußballtraining ist. Und wir können schon jetzt echte Fortschritte verzeichnen, obwohl wir beim Dana Cup wirklich nur auf gute Gegner gestoßen sind ", berichten Susanne Galsøe und Christina Seidenfaden lächelnd. Christina Seidenfaden ist eigentlich OP-Schwester aber derzeit Vollzeit Hausfrau, da sie ohne Zulassung ihren Beruf in Südkorea nicht ausüben darf. Die Zulassung erfordert aber, dass Christina Seidenfaden fließend koreanisch spricht, was sie aber nach nur einem Jahr Aufenthalt dann doch nicht beherrscht.

„Die Spielerinnen der Rising Star Football Academy kommen aber nicht ausschließlich aus Busan sondern aus ganz Südkorea, und selbst Spielerinnen, die jetzt wieder in ihren Heimatländern leben, sind extra zum Dana Cup angereist. Eins der Mädchen ist sogar von Washington nach Dänemark geflogen nur um hier mit ihrer Mannschaft spielen zu können", erzählen Susanne Galsøe und Christina Seidenfaden.

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 Söhne der Sexarbeiterinnen stürmen nach vorn

 Mit einer Tordifferenz von 10: 0 nach den ersten drei Gruppenspielen sind die Spieler der Durbar Sports Academy aus Indien bei ihrem ersten Dana Cup direkt in die A-Finalrunde gestürmt. Damit sind sie auf dem Weg zu der Anerkennung, die ihnen in ihrem Heimatland jahrelang verwehrt wurde, da sie als Kinder von Sexarbeitern offiziell nicht anerkannt wurden und, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen, bleib ihnen daher oftmals nur die Kriminalität oder das Leben auf der Straße.

Schon 1992 rief der Arzt S. Jana ein Gesundheitsprogramm ins Leben, dessen ursprüngliches Ziel der Bekämpfung von HIV/AIDS unter den Sexarbeitern und Prostituierten in der Millionenstadt Kalkutta und der Provinz Westbengalen galt. Seitdem hat sich die Gesundheitslage wesentlich verbessert und neue Schwerpunkte in den Bereichen Ausbildung und Kultur sind dazugekommen.

„ Im Jahr 2011 haben wir die Durbar Sports Academy eröffnet, um den Söhne von Sexarbeitern zum ersten Mal Fußballtraining anzubieten. Der Sportschule ist eine Schule und ein Internat angeschlossen in der die Jungen unterrichtet werden und wohnen bis den Schulabschluss gemacht haben und vielleicht sogar an die Uni anfangen", erzählt S. Jana.

„ Als ich 1992 das Gesundheitsprogramm gründete, besuchte nur eins der Kinder die Schule. Heute machen 40 bis 50 von ihnen hier den Schulabschluss, was einen enormen Fortschritt bedeutet," strahlt er und berichtet, wie die Kinder der Sexarbeiter in der Gesellschaft als stigmatisierte Randgruppe gelten, denen Ausbildung und soziale Angebote verwehrt wurde.

„ Damals war das Problem dieser Kinder, dass sie, um überhaupt eine Schule besuchen zu können, den Namen des Vaters angeben mussten, aber da die Mütter Prostituierte sind, wussten sie in der Regel den Namen nicht und so waren die Kinder vom Unterricht ausgeschlossen. Heute reicht es völlig aus nur den Namen der Mutter anzugeben.

„ Parallel zu der verbesserten Gesundheitslage haben wir für diese sensible Randgruppe auch ein eigenes Bankensystem entwickelt. Denn früher wurde ihnen als Prostituierte die Eröffnung eines Bankkontos verwehrt, und das Geld, dass sie sich ja trotz allem verdient hatten, konnten sie entweder unter die Matratze legen oder gleich ausgeben. Es gab keine Möglichkeit, um wirklich mit Zinsen zu sparen. Heute haben die 20.000 Sexarbeiter insgesamt 5 Millionen Dollar in der Bank, und sie können hier einen Kredit beantragen, um so beispielsweise die Kaution für eine Mietwohnung zahlen zu können", berichtet S. Jana und fügt hinzu, dass die Durbar Sports Academy heute für Kinder aus allen Randgruppen und Minoritäten zugänglich ist darunter z.B. auch Rickshaw-Fahrern und anderen Niedriglöhnern.

„ Wir sind mit einer Gruppe aus 21 Kindern und Erwachsenen zum Dana Cup angereist, was für alle ein phantastisches Erlebnis ist. Für die Jungs war es ihr erster Flug, und sie haben zum ersten Mal Kontakt zu Kindern und Jugendlichen aus anderen Ländern. Es ist einfach phantastisch, und wir sind sehr dankbar darüber, dass wir diese Möglichkeit erhalten haben", sagt der Arzt abschließend.

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 Internationale Gegner

 Mit Mannschaften aus 50 verschiedenen Nationen ist der Dana Cup weltweit das internationalste Jugendturnier. Insbesondere der internationale Aspekt macht das Turnier für viele Spieler und Vereine so interessant, da sie hier auf gegnerische Mannschaften antreten gegen die sie sonst in ihren nationalen Ligen nie antreten würden.

Dies gilt auch für den portugiesischen Klub União Desportiva de Leiria, der zum zweiten Mal am Wettbewerb teilnimmt und das internationale Milieu des Dana Cups nicht nur wegen der sportlichen Herausforderungen sondern auch wegen dem Kulturaustausch schätzt.

„Zum Beispiel sind in unserer Gruppe zwei norwegische Mannschaften, und es ist einfach toll andere Kulturen zu treffen. Wir würden auch gerne gegen Mannschaften aus Kenia, Brasilien oder Thailand antreten. Das ist es, was wir uns eigentlich vom Dana Cup erhoffen, da wir ja diesen Mannschaften niemals in unserer nationalen Liga treffen würden", unterstreicht Trainer António Maia und fügt hinzu, welchen positiven Effekt die Teilnahme an einem Turnier wie dem Dana Cup für sein Kader hat.

„ Dies ist meine erste Saison als Trainer dieser Mannschaft, und einige der Spieler sind ganz neu in unserem Klub. Bei uns in Portugal ist am 14. August Saisonstart und wir haben nur zwei Wochen Zeit uns darauf vorzubereiten. Mein Ziel ist es daher den Teamgeist der Mannschaft zu fördern, damit wir im Herbst dann eine integrierte und starke Mannschaft bilden ", sagt António Maia und hinzufügt, dass sie neben der Spielerfahrung natürlich auch hier sind um im Turnier so weit wie möglich zu kommen.

„ Die Knock Out-Phase wird ganz anders werden. Eine Niederlage und wir sind draußen, dass wissen wir. Allerdings habe ich bei mir nicht nur einen Ronaldo sondern 23 im Kader ", lacht António Maia und hofft, dass seine Jungs damit auch weiterhin ein tolles Turniererlebnis beschert ist.

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 Dana Cup bietet vielfältige Möglichkeiten

 Denn rund 50 Vereinen in der Kommune Hjørring geht es so ähnlich wie den Landwirten, Sehenswürdigkeit und Souvenirläden in der Region: Den Hauptteil ihrer Jahresumsatzes müssen sie innerhalb einer kurzen Zeitspanne erzielen. Anstelle der Sommermonate verdienen sie sich aber während der Turnierwoche des Dana Cups einen Teil ihres Vereinsbudgets.

„ Der Dana Cup verschafft uns einen Riesenanteil der finanziellen Mittel, damit wir die Wünsche unserer Vereinsmitglieder überhaupt erst erfüllen können. Mit unserem Klub hegen wir ganz große Ambitionen und dementsprechend sind die Einnahmen, die wir durch den Dana Cup generieren, für uns sehr, sehr wichtig", unterstreicht der 2. Vorsitzende des Hirtshals Boldklub, Kenneth Vendelbo.

Dabei kann der Fußballverein aus Hirtshals und der Dana Cup auf eine jahrzehntelange Zusammenarbeit zurückblicken, wo der Klub stets für die Schuleinquartierung von 600 bis 700 Personen in der Hirtshals Skole und rund 500 Personen in der Horne-Asdal Skole verantwortlich gewesen ist. Die Übernachtungsgäste kommen hauptsächlich aus Deutschland, Schweden und Norwegen und oftmals handelt es sich hier um „Wiederholungstäter", die schon mehrmals am Dana Cup teilgenommen haben. Allerdings gibt es in diesem Jahr auch viele Neuzugänge in der Fähr- und Fischereistadt.

„Außerdem betreiben wir am Bahnhof in Hirtshals und den Trainingsbahnen neben der Hirtshals Sporthalle in Nejst auch jeweils einen kleinen Kiosk", fügt Kenenth Vendelbo hinzu und erzählt weiter, dass mehr als 200 Vereinsteilnehmer als freiwillige Helfer ihrem Klub während des Dana Cups zur Seite stehen.

„ An den beiden Schulen sind unsere Mitglieder rund um die Uhr mit jeweils vier Personen im Dienst. Typisch dauert eine Schicht sechs Stunden. Viele unserer Mitglieder sind „alte Hasen" und sind hier schon seit Jahren als freiwillige Helfer aktiv. Das bedeutet natürlich auch, dass wir jedes Jahr auf die gleichen Helfer zurückgreifen aber andererseits sind sie ein eingespieltes Team, die den Spielern und Leitern eine Topbetreuung bieten", bemerkt Kenneth Vendelbo.

Über das ganze Jahr verteilt sind die Mitglieder des Hirtshals Boldklub auch bei vielen anderen Veranstaltungen wie beispielsweise dem Small Ships Race, dem Hirtshals Fischfestival und dem Musikfestival „Musik Under Trappen" (Musik unter der Treppe, Anm. d. Red.) überaus aktiv, um so weitere finanziellen Mittel für den großen und ambitionierten Fußballklub zu sichern.

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 Nach wie vor Teil der Welt

 „ Obwohl wir in einem besetzten Gebiet leben, ist es für uns wichtig der Welt zu zeigen, dass Palästina nach wie vor ein Teil der Welt ist. Unter anderem ist nehmen wir auch deshalb am Dana Cup teil."

Farid Jaber ist Mitarbeiter der Football Academy of Jerusalem, die zum ersten Mal mit ihrer B12-Mansnchaft zum Dana Cup angereist ist. Die Akademie hat 120 Schüler im Alter von 5 bis 13 Jahren, und im vergangenen Jahr nahm der Jerusalem FA am Gothia Cup in Schweden teil.

„ Dort hat man uns dann vom Dana Cup berichtet. Das Turnierbüro in Hjørring hat uns bei der Organisation der Unterkunft sehr unterstützt, was es uns überhaupt ermöglicht hat hier am weltweit drittgrößten Jugendturnier teilzunehmen. Dafür sind wir sehr dankbar. Selbst bin ich zum allerersten Mal in Dänemark, aber ich bin mir schon jetzt ziemlich sicher dass wir im nächsten Jahr wiederkommen", sagt Farid Jaber lächelnd, der unterstreicht, dass sowohl die Spieler und die Leiter sämtliche Reisekosten aus eigener Tasche bezahlt haben.

„ Wir haben keine Sponsoren, die unsere Reisekosten übernehmen. Die Eltern der Jungs verdienen alle nicht viel, aber alle haben hart gearbeitet und gespart, um den Jungs dieses Erlebnis zu ermöglichen," berichtet Farid Jaber, der selbst neben seiner Tätigkeit als Bürokraft der Fußballakademie auch in einem Gemeindezentrum, fünf Kilometer außerhalb von Jerusalem gelegen, arbeitet.

„Unsere beiden gestrigen Spiele haben wir gewonnen und natürlich möchten wir so viele Spiele wie möglich gewinnen. Das Ziel dieser Turnierreise ist es aber auch den Jungen die Welt zu zeigen und dabei die Möglichkeit Kinder und Jugendlichen aus anderen Nationen kennenzulernen. Wir möchten auch der Welt zu zeigen, dass Palästina ein Teil der globalen Gemeinschaft ist, und letztendlich sind wir natürlich hier um Fußball zu spielen und gute Leistung zu zeigen," stellt Farid Jaber abschließend fest.

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