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23. - 28. JULI 2018 - HJØRRING - DÄNEMARK

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JR - John Robert Larsen ist tot

 
Der Fortuna Hjørring und der Dana Cup hat in John Robert Larsen einen wichtigen Initiator, der vor mehr als 50 Jahren dem Frauenfußball in Hjørring und vor 36 Jahren den Dana Cup – was sich zu einem der weltweit größten Jugendfußballturniere entwickelt sollte – ins Leben rief, verloren. Damit muss nicht nur der Jugendfußball sondern auch die Stadt und Region Hjørrings den Verlust einer wichtigen Stütze betrauern.
 
John Robert Larsen, allen nur als JR bekannt, ist im Alter von 75 Jahre verstorben. Vor 10 Jahren verlor JR seine Ehefrau Gerda und hinterlässt nun seine beiden Söhne Jimmy und Tommy.
 
Geboren und Aufgewachsen ist JR in der Toftegade in Hjørring, wo die Kinder auf der Straße Fußball spielten. Als er alt genug war, war es daher eine Selbstverständlichkeit, dass er in den Fußballverein AIK Hjørring Frem eintrat. Schon in jungen Jahren zeigte JR das Talent und die Bereitschaft leitende Funktionen zu übernehmen und bewies als Trainer, im Vorstand und bei vielen weiteren Vereinstätigkeiten seine Führungskompetenz. Für ihn gehörte Fußball schon immer zu seinem täglichen Leben. Seine berufliche Karriere begann er jedoch als Lehrling in der damaligen Baustoff- und Holzfachhandel Møller Lee, um nach erfolgreich beendeter Lehrzeit zunächst eine Stelle beim Fischauktionsunternehmen, Hirtshals Fiskeauktion, anzunehmen.

In seinen Jahren in Hirtshals entstand auch die Idee zum Dana Cup, und das erste Turnier wurde 1982 ausgetragen. 20 Jahre nachdem er als Initiator den Frauenfußballverein Fortuna Hjørring mitbegründete, wurde der Dana Cup in Regie des Fortuna Hjørring ins Leben gerufen. Um die Vereinsentwicklung weiter voranzutreiben, benötigte der Frauenfußballverein damals dringend mehr finanzielle Mittel als beim traditionellen Bankospiel eingenommen werden konnten. In den Anfangsjahren war der Dana Cup noch von einer Größe, die JR als Turnierleiter neben seinem Hauptberuf beim Fischauktionsunternehmen bewältigten konnte. In dieser Funktion hatte er, zwar nicht immer mit dem Wissen des Auktionshauses, regen Kontakt mit Fußballvereinen aus der ganzen Welt. 1984 wurde Arbeit für den Dana Cup so umfassend, dass JR sein Hobby zum Beruf machen konnte. JR zeichnete sich durch sein herausragendes Sozialtalent, seine Energie und seinen Tatendrang aus, die auf seine Umgebung ansteckend wirkte und sie zum Florieren brachte. Dies galt insbesondere dem Dana Cup und dem Fortuna Hjørring, der somit viele Erfolge verzeichnen konnten. Beide Organisationen zeichneten sich durch ihren besonderen Zusammenhalt aus.

Fortuna und der Dana Cup wurden zum Lebensinhalt von JR, der völlig in seine Arbeit als Manager und Geschäftsführer des Dana Cups aufging. Durch sein unermüdliches Engagement für Fortuna Hjørring kam er mit der gesamten dänischen Fußballwelt in Berührung und wurde hier zu einer wahren „Institution“ im Frauenfußball. Für sein Schaffen wurde er vom dänischen Fußballverband, DBU, mit der Silbernadel ausgezeichnet und selbstverständlich zum Ehrenmitglied des Fortuna Hjørrings ernannt.
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Erfolgreich setzte sich JR auch dafür ein den Dana Cup auf internationaler Ebene bekannt zu machen. Insbesondere die brasilianischen Nachwuchstalente waren ihm dabei eine Herzensangelegenheit.

Durch den Dana Cup pflegte er enge Kontakte zu Fußballvereinen in der ganzen Welt. Und egal ob aus Basilien, Kanada, Russland, Nigeria, Australien oder Skandinavien zum Dana Cup angereist, die Teilnehmer suchen stets den Kontakt zu JR. Ebenso wie der Dana Cup sich zu einer weltweiten Fußballinstitution mauserte, war JR die Seele des Turniers.

Obwohl JR sich 2012 aus der Geschäftsleitung zurückzog, blieb er dem Dana Cup auch weiterhin im Vorstand treu. Hier wusste man seinen überaus reichen Erfahrungsschatz zu schätzen und ernannte ihn 2016 daher auch zum Ehrespräsidenten des Dana Cups. 

Neben seiner geschäftigen Fußballarbeit fand JR in den achtziger Jahren auch noch Zeit, um im Stadtrat Hjørrings tätig zu sein. Allerdings nur für einen kurzen Zeitraum, da in jenen Jahren die „ruhige“ politische Arbeitsweise nicht seinem Temperament entsprach. Erst in den späten Jahren nahm er sehr zur Freude seinerseits als auch seiner Parteigenossen die lokalpolitische Tätigkeit wieder auf, wo seine lokalen Erfahrungen und lokales Wissen den Sozialdemokraten und dem Stadtrats Hjørring zugutekamen.

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